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Dortmund - Hombruch
Entsprechend ihres Kommunalwahlprogramms des Stadtbezirks Hombruch hat die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Hombruch in der Bezirksvertretungssitzung am 26.01.2021 der Vorlage zur Aufstellung des Bebauungsplan HOM 252 - Am Lennhofe nicht zugestimmt.
Markus Demtröder, Fraktionssprecher der SPD in der Bezirksvertretung Hombruch macht deutlich, dass sich die SPD in ihrem Kommunalwahlprogramm klar dafür ausspreche, dass ehemalige Industrieflächen und Bebauungslücken vorrangig vor Nachverdichtungen, Freiflächen oder sogar ökologisch wertvollen Flächen bebaut werden sollen.
Bei der durch das geplante Bauvorhaben Am Lennhofe zu bebauenden Fläche handelt es sich aufgrund des uferbegleitenden Randbereichs zum renaturierten Rüpingsbach gerade um eine ökologisch wertvolle und artenschutzrechtlich sensible naturräumliche, rund 2,1 ha große Fläche, die durch die geplante Bebauung zu 82 % versiegelt werden würde! Der überwiegende Baumbestand müsse dafür weichen, lediglich ein geringer ufersäumender Bestand bliebe erhalten. Stimme man dem zu, so Demtröder, mache man sich politisch bereits bei dem ersten in der neuen Kommunalwahlperiode zu fassenden Bebauungsbeschluss komplett unglaubwürdig! Zudem könne die verkehrliche Erschließung lediglich über die sehr schmale Zuwegung des Seilbahnwegs erfolgen, was aus Sicht der SPD-Fraktion zu erheblichen verkehrlichen Problemen und einer Belastung der Anwohner führen werde.
Die SPD-Fraktion hat gleichwohl die gesamtstädtebauliche politische Strategie im Blick. Sicherlich darf das gesteckte Ziel von 20.000 neuen Wohneinheiten innerhalb der nächsten 10 Jahre nicht aus den Augen verloren werden. Rein rechnerisch hieße diese Vorgabe, dass jeder der zwölf Stadtbezirke in den nächsten zehn Jahren rund 1.700, pro Jahr also rund 170, Wohneinheiten realisieren müsste. Diese Quote, so ist sich Demtröder sicher, wird der Stadtbezirk Hombruch auch leicht ohne dieses Bauvorhaben mit rund 100 geplanten Wohneinheiten schaffen. Daher stellt dieses Bauvorhaben aus Sicht der SPD-Fraktion städtebaulich auch kein stadtweit relevantes Vorhaben dar. Ökologisch allerdings, kommt dieser Fläche sehr wohl eine stadtweit große Bedeutung zu!
Demtröder ist erfreut darüber, dass auch die anderen Fraktionen und Einzelmitglieder der Bezirksvertretung Hombruch diesem Bauvorhaben nicht zugestimmt haben.
Dies ist ein eindeutiges Votum für den Erhalt dieser ökologisch wertvollen Fläche, welches die nächst höheren Entscheidungsgremien nicht ignorieren und in Frage stellen können.

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